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Behind The Scenes

How to: Immersive Presentation

Jasmin Kruezi, 3. September, 2026

P1015552 2 1 Foto: Rhyality Immersive Art Hall

Wie wird aus einer klassischen PowerPoint eine immersive Präsentation, die in Erinnerung bleibt? Unser Artistic Director Jasmin zeigt, wie Dramaturgie dabei wirkt und wie sie immersiv zum Erlebnis werden kann.

Es braucht tatsächlich nicht viel, um eine PowerPoint voll immersiv wirken zu lassen! Man braucht lediglich 28 Projektoren, 90 Lautsprecher, ein Team aus 3D-Audio- und Projektionstechnik-Spezialisten … Und schwups kann man Kunden und Businesspartner mit einer einmaligen Präsentation begeistern! 

Spass beiseite. Für die Personen, die das lesen und nicht zufällig eine LKW-Ladung Projektoren im Firmenkeller stehen haben, gibt es auch zugänglichere Möglichkeiten, die Wirkung der eigenen Präsentation zu steigern. 

Im Lauf meiner Arbeit in Theater, Film und Werbung habe ich drei Faktoren erschlossen, die ich mir ausnahmslos bei jeder Präsentation zu Herzen nehme (auch bei den Kleinen). Diese wären: 

Ziele festlegen

„Jasmin, das ist doch selbstverständlich“, höre ich die Leser schon sagen. Aber ist es das? Wie oft haben Sie schon eine Präsentation gehalten und sich im Nachhinein gewundert, was die Leute „mitgenommen“ haben? 

Die Lösung ist so simpel wie die Frage: Es reichen drei einfache Stichsätze, in denen man beschreibt, was die Top 3 Inhalte sind, die man vermitteln will. Je genauer, desto besser! Ein Post-it am Monitor reicht. Diese Ziele gilt es dann im nächsten Schritt in den Höhepunkten der Präsentation mit Leben zu füllen. 

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Höhepunkte 

DIE Erkenntnis aus meiner Arbeit im Theater zum Thema Erinnerungen war: Wenn man ein Zwei-Stunden-Theaterstück anschaut und sich eine Woche später darüber unterhalten möchte, es also wieder „aus dem Speicher abruft“, ist es erstaunlich vorhersehbar, WELCHE Erinnerungen in das Bewusstsein geladen werden: 

Der Anfang.

Wenige herausragende Höhepunkte.

Das Ende. 

Wenn man den Dreh mit den Höhepunkten noch nicht raus hat, ist es nicht so schlimm: Den Anfang und das Ende hingegen lohnt es sich, mit allen Mitteln so unterhaltsam wie nur möglich zu gestalten. Und hier liegt natürlich der Fokus auf den vorher aufs Post-it gekritzelten Zielen. 

Pausen 

Wie es um die Aufmerksamkeitsspanne von uns allen (Betonung auf ALLE, ich will hier nämlich nicht nur auf den armen Teenagern rumtrampeln) bestellt ist, wissen wir alle. Ein längerer Frontalinput als 10 Minuten ist verschwenderisch unwirksam. In diesem Fall würde eine Mail mit angehängter PDF den Job besser erledigen. 

Hierbei lohnt es sich, sich abgesehen von den kleinen Kaffeepäuschen an Elementen aus der aktuellen Schul- und Workshop-Welt zu bedienen. Die Zuhörenden können ihre Ideen niederschreiben. Sie können sie zu Einzelgesprächen miteinander einladen (Stoppuhr nicht vergessen). Sogar kleine Wettkämpfe sind willkommen. Es muss nicht so ausufernd werden wie in einem Workshop und auch diese Pausen von der Frontalpräsentation haben einen Energieverbrauch, aber wenn man sich diesem Thema widmet, ist man erstaunt, mit wie wenigen einfachen Mitteln man die Ziele der Präsentation fast schon multiplikativ fördern kann. Denn: Nur durch Pausen sind Höhepunkte möglich. 

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Die Voll-Karacho-Variante 

„Aber Jasmin! Ich will, dass es knallt, wie im Kino, wie bei euch!“ Ok, ok, ich höre es ja. Wenn einem der traurige Projektor an der Bürodecke nicht genug ist oder man sich den Aufwand einfach vereinfachen will, gibt es natürlich die Möglichkeit, sich an einen Dienstleister zu wenden. Tatsächlich, wenn es um Pitches oder Präsentationen zur Kunden- und Businessakquise geht, könnte ein „Wow“ nicht schaden. 

Bei uns bedeutet das konkret eine Besprechung (Zielsetzung!) und dann … Trommelwirbel … eine PowerPoint. Wir besprechen kurz gemeinsam, wie man sich das Ganze wünscht, und unser Team setzt die Inhalte für den immersiven Raum mit Projektion und 3D-Audio um. Wenige Wochen später sieht man seine Ideen im immersiven Raum. Nach einer Revision wird verbessert und schon kann’s losgehen! Einfach mit einem Apéro mit leckeren Häppchen verknüpft – „Easy Peasy, Lemon Squeezy“, wie der Facheventveranstalter sagt. 

Noch nicht „special“ genug? Pah, Kleinigkeit: Auch längere Texte („Das ist X wichtig, dass wir auf die Geschichte von Y eingehen“) müssen nicht einfach auf einer Folie landen. Dafür haben wir einen Pool an Schauspielenden, die gekonnt verhindern, dass einem das Gesicht einschläft, oder wir programmieren interaktive Games im Raum (schon mal ein 360°-Videospiel gegeneinander gespielt als Team?). Eigentlich geht ja alles. 

So. Muss zurück an mein 3D-Programm, um die nächste PowerPoint „cool“ zu machen. Viel Spass beim Präsentieren!