Bild: "Die Freude der Vorfreude" Denise Jacottet"Mit dem Körper durchs Bild" von Denise Jacottet
Happening 23. – 25. Oktober 2026
Kunst als Akt des Einverleibens
Zur Künstlerin
Denise Jacottet ist eine Schweizer Künstlerin mit einer Promotion in Erziehungswissenschaften und einem Master of Arts der Universität Bern.
Ihr künstlerisches Schaffen bewegt sich im Spannungsfeld von Farbe, Rhythmus und räumlicher Tiefenwirkung. In ihrer Malerei untersucht sie, wie sich innere Prozesse in visuelle Strukturen übersetzen lassen – wie Wahrnehmung, Bewegung und Resonanz bildnerische Form annehmen.
Jacottets Werk zeichnet sich durch eine präzise, prozesshafte Arbeitsweise aus. In vielschichtigen Farbräumen entwickelt sie Kompositionen, die aus Verdichtung, Überlagerung und rhythmischer Wiederholung entstehen. Die Malfläche wird zum Resonanzraum: Farbe ist hier nicht Trägerin von Form, sondern eigenständige Energie. Aus dem Dialog zwischen kontrollierter Setzung und intuitiver Geste entsteht eine malerische Dynamik, die zwischen Ordnung und Auflösung oszilliert.
Ihre künstlerische Signatur liegt in der Korrespondenz zwischen Struktur und Bewegung, zwischen analytischem Bewusstsein und intuitivem Ausdruck. Dieser doppelte Fokus verleiht ihren Arbeiten eine spürbare Spannung – eine kontrollierte Offenheit, die den Betrachtenden Raum lässt, eigene innere Bewegungen nachzuvollziehen.
Zum Happening
Was geschieht, wenn ein Bild nicht mehr nur betrachtet, sondern durchschritten wird? Wenn Malerei eine Fläche verlässt und zu einem Raum wird, der den Körper aufnimmt?
„Mit dem Körper durchs Bild“ untersucht die Grenze zwischen Malerei, Installation und Performance. Im Zentrum steht ein grossformatiges Bild, welches im Ausstellungsraum durch einen performativen Akt an der Vernissage geöffnet und für das Publikum begehbar wird. Indem die Besucher durch das Werk hindurchgehen, verändert sich die traditionelle Beziehung zwischen Bild und Betrachtung. Wahrnehmung wird nicht allein visuell, sondern körperlich erfahrbar.
Die Öffnung des Bildes wird dabei zur Einladung in einen Denkraum; einen Ort des Übergangs, der Begegnung und des Dialogs.