Bild: "Das Ganze ist mehr als die Summe der Blicke" Denise Jacottet"Mit dem Körper durchs Bild" von Denise Jacottet
Ausstellung 26. Oktober – 7. Dezember 2026
Kunst als Akt des Einverleibens
Zur Künstlerin
Denise Jacottet ist eine Schweizer Künstlerin mit einer Promotion in Erziehungswissenschaften und einem Master of Arts der Universität Bern.
Ihr künstlerisches Schaffen bewegt sich im Spannungsfeld von Farbe, Rhythmus und räumlicher Tiefenwirkung. In ihrer Malerei untersucht sie, wie sich innere Prozesse in visuelle Strukturen übersetzen lassen – wie Wahrnehmung, Bewegung und Resonanz bildnerische Form annehmen.
Jacottets Werk zeichnet sich durch eine präzise, prozesshafte Arbeitsweise aus. In vielschichtigen Farbräumen entwickelt sie Kompositionen, die aus Verdichtung, Überlagerung und rhythmischer Wiederholung entstehen. Die Malfläche wird zum Resonanzraum: Farbe ist hier nicht Trägerin von Form, sondern eigenständige Energie. Aus dem Dialog zwischen kontrollierter Setzung und intuitiver Geste entsteht eine malerische Dynamik, die zwischen Ordnung und Auflösung oszilliert.
Ihre künstlerische Signatur liegt in der Korrespondenz zwischen Struktur und Bewegung, zwischen analytischem Bewusstsein und intuitivem Ausdruck. Dieser doppelte Fokus verleiht ihren Arbeiten eine spürbare Spannung – eine kontrollierte Offenheit, die den Betrachtenden Raum lässt, eigene innere Bewegungen nachzuvollziehen.
Zum Ausstellung
Im Anschluss an das Happening «Mit dem Körper durchs Bild» führt die Ausstellung die Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Malerei, Raum und körperlicher Wahrnehmung weiter. Die Künstlerin zeigt weitere Werke, die dazu einladen, die Grenzen zwischen Bild, Raum und Betrachtung neu zu erfahren.